MENÜ 

Blog

Top 10 Tipps – Erfolgreich zum neuen Job

Im heutigen Blogartikel will ich einige wesentliche Punkte bei der Stellensuche in „10 Top-Tipps“ zusammenfassen. Wenn Ihnen der eine oder andere Impuls auf Ihrem beruflichen Weg weiterhilft, freue ich mich sehr. Die Liste ist natürlich nicht vollständig, sonst müsste ich hier 100 Seiten schreiben ;-). Sie stellt auch nicht die eine und einzige Wahrheit dar und so lautet auch gleich mein erster Tipp:


Tipp 1: Vertrauen Sie Ihrem Verstand und Ihrem Gefühl

Ziehen Sie bei allen Empfehlungen, die Sie hören und lesen, immer nur das heraus, was Ihnen stimmig erscheint. Auch bei dem, was Sie hier lesen. Es gibt nicht genau DIE eine richtige Bewerbungsstrategie oder DEN richtigen Lebenslauf. Sich zu bewerben ist immer ein hoch individueller Prozess, der zu Ihnen persönlich, Ihrer Branche und Ihrer Position passen muss.

Und genauso sollte auch das Unternehmen, für das Sie arbeiten wollen, zu Ihnen individuell passen. Nur weil sich Tausende pro Jahr bei den „Big Playern“ bewerben, muss das nicht unbedingt für Sie der richtige Weg sein. Häufig gibt es sehr viel leichtere Einstiegs- und Entwicklungschancen in kleineren Unternehmen. Lassen Sie sich aber auch nicht entmutigen, wenn Sie zu einem der begehrten Unternehmen wollen. Eine oder einer von Tausend zu sein, heißt nicht, dass Sie es nicht schaffen können. Vertrauen Sie auf sich und gehen Sie Ihren individuellen Weg.

Und hören Sie auch auf Ihren Verstand und Ihr Gefühl, wenn Sie bei einem Unternehmen ein komisches Gefühl haben, weil Ihnen dort z.B. bestimmte Informationen nicht gegeben werden oder Prozesse nicht transparent sind. Oft sind dies „Vorboten“ von so manchem, was Sie dort als Mitarbeiter/in erwarten würde. Mein Credo: Bewerben ist immer eine zweiseitige Entscheidung. Nicht nur der Arbeitgeber entscheidet sich für Sie, sondern auch Sie für ihn. Immerhin wollen Sie doch nicht jedem Ihre wertvolle Arbeitskraft zur Verfügung stellen, der sie nicht verdient.

Tipp 2: Was kann ich? Was will ich? Bereiten Sie Ihre „Kampagne“ vor

Machen Sie Ihre persönliche „Inventur“, bevor Sie sich in die Bewerbungsaktivitäten stürzen. Was können Sie? Und was wollen Sie? Definieren Sie daraus Ihre Zielposition bzw. wenn es mehr als eine ist, priorisieren Sie diese. Je eindeutiger Ihre Zielposition ist, umso besser. Und umso eher „landen“ Sie am Ende da, wo Sie hin wollen. Schnell passiert es nämlich sonst, dass Sie in Ihrer Bewerbungskampagne das Ziel aus den Augen verlieren.

Erstellen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen rechtzeitig und schauen Sie, ob Sie alles Wesentliche (z.B. Zeugnisse, Bescheinigungen) für Ihre Marktaktivität „parat“ haben. In dem Moment, wo Sie das erste Unternehmen kontaktieren, sollte alles soweit vorbereitet sein. Dann können Sie die Zeit nutzen, um Ihr Anschreiben und evtl. den Lebenslauf auf das jeweilige Unternehmen bzw. die Stelle zuzuschneiden.

Tipp 3: „Auf den Punkt gebracht“ – Der Lebenslauf als Kernstück Ihrer Bewerbung

Viele Personaler oder Vorgesetzte fliegen häufig nur noch flüchtig über das Anschreiben hinweg, vor allem wenn sich die Bewerbungen auf dem Tisch stapeln. Dem Lebenslauf hingegen wird mehr Zeit gewidmet. Er ist sozusagen das Kernstück einer jeden Bewerbung, denn aus ihm werden die Kernfakten gezogen. Welche Erfahrungen bringen Sie mit? Wo haben Sie diese erworben? Was genau haben Sie gemacht? Wie lange? usw.

Strukturieren Sie Ihren Lebenslauf gut. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Vorlagen im Netz oder in Büchern. Vergleichen Sie, holen Sie sich Anregungen und schauen Sie, was am besten zu Ihnen passt. Leider gibt es vor allem im Internet vieles, was qualitätsmäßig nicht unbedingt überzeugt. Aus meiner Erfahrung sind die „Geschmäcker“ der Personalverantwortlichen häufig recht unterschiedlich. Manche mögen alles „kurz und knackig“ auf maximal 2 Seiten. Andere sind offen für mehr. Manche lieben Deckblätter, andere wiederum wollen gleich die Fakten sehen. Kurzum, Sie werden sowieso nicht alle Geschmäcker treffen. Wichtig jedoch für alle sind unter anderem folgende Punkte (das zeigen auch Umfragen): eine übersichtliche Struktur, vollständige und aussagekräftige Angaben sowie eine korrekte Rechtschreibung.

Statt Ihre Aufgaben nur aufzuzählen, wählen Sie besser eine ergebnisorientierte Darstellung (z.B. statt „Durchführen von Kundenakquisegesprächen“ und werden Sie konkret, z.B.: „Signifikante Erhöhung des Neukundengeschäfts um X% innerhalb von Y Jahren in den Produktbereichen Z“). Überlegen Sie sich im Vorfeld, was genau Sie erreicht haben bzw. welchen konkreten Mehrwert Sie für Ihr bisheriges Unternehmen erzielt haben. Je verantwortungsvoller die Position und je höher in der Hierarchie angesiedelt Ihre Position ist, umso wichtiger wird diese Lebenslauf-Variante. Erst letzte Woche meinte ein Klient wieder, seit er die ergebnisorientierte Form des Lebenslaufs verschickt, wird er überall eingeladen. Das freut mich natürlich sehr.

Tipp 4: Gehen Sie variantenreich vor

Viele Stellensuchende nutzen häufig nur 1-2 Stellen-Suchmaschinen im Internet und wählen nur eine Variante, nämlich sich auf ausgeschriebene Stellen zu bewerben. Dabei bleiben zahlreiche Chancen ungenutzt.

Zum ersten Punkt – den Suchmaschinen. Mein Tipp: Probieren Sie verschiedene Anbieter aus. Aus meiner Erfahrung gibt es nicht DIE EINE Suchmaschine, die für alle Klienten gleichermaßen die besten Ergebnisse bringt. Da die Algorithmen, nach denen die Maschinen programmiert sind, hoch komplex sind, erhalten Sie überall etwas andere Suchergebnisse. Man unterscheidet übrigens zwischen Meta-Suchmaschinen (die verschiedene Suchmaschinen auswerten) und Suchmaschinen. Darüber hinaus gibt es spezielle Suchmaschinen für bestimmte Berufsgruppen (IT, Technik, Banken etc.) oder Zielgruppen (Führungskräfte, Studenten etc.). Probieren Sie mehrere aus. Abhängig von Ihrem Profil und Ihren persönlichen Vorlieben werden Sie mit manchen Suchmaschinen besser zurechtkommen als mit anderen. Da der Markt darüber hinaus sehr beweglich ist und ständig neue Suchmaschinen dazu kommen bzw. andere gehen, sind an dieser Stelle allgemein gültige Empfehlungen schwierig.

Zum zweiten Punkt – der Bewerbungsstrategie. Mein Tipp: Bewerben Sie sich nicht nur auf ausgeschriebene Stellen, sondern werden Sie selbst aktiv. Der Vorteil: Sie sind vorne mit dabei und nicht Teil eines riesigen Stapels von Mit-(Wett-)Bewerbern. Nutzen Sie beispielsweise die Direktansprache von Unternehmen, schärfen Sie Ihr Profil in Business-Netzwerken (z.B. Xing oder LinkedIn) oder bitten Sie Ihre Kontakte um Namen und Empfehlungen. Dies führt mich gleich zum nächsten Punkt, dem ich aufgrund seiner Bedeutung einen eigenen Absatz widmen möchte.

Tipp 5: Pflegen Sie rechtzeitig Ihr Netzwerk

Sehr häufig werden Stellen über Kontakte vergeben. Diese Tatsache wird immer wieder in Umfragen bestätigt und es deckt sich auch mit meiner Erfahrung als Beraterin. Ein gutes Netzwerk ist eines der wesentlichen Erfolgsfaktoren bei der Stellensuche.

Wie funktioniert es in der Praxis? Stellen Sie sich folgenden Fall vor: Sie kennen jemanden, der in einem Unternehmen arbeitet, wo gerade ein Nachfolger für eine bestimmte Position gesucht wird. Ihr Bekannter gibt Ihnen einen Hinweis und Sie werden ins Gespräch gebracht oder bringen sich selbst ins Gespräch. Oder Sie kennen jemanden, der jemanden kennt und so weiter, das heißt der Kontakt vom Kontakt. Häufig sind es sogar die Kontakte um ein paar Ecken, die am Ende erfolgsentscheidend sind. Und vielleicht kennen Sie ja den Entscheider sogar direkt. Umso besser. Manchmal ist es aber auch eine Kombination. Sie sehen eine Stellenanzeige und kennen dort zufällig jemanden, der Sie empfiehlt oder Ihnen wichtige Informationen geben kann.

Da ich die Suche über Netzwerk als so wichtig erlebe, möchte ich das Thema in einem extra Blog vertiefen.

Tipp 6: „Personalisieren“ Sie Ihre Bewerbung

Wo immer es möglich ist, suchen Sie den persönlichen Kontakt zu einem passenden Ansprechpartner im Unternehmen, bevor Sie Ihre Unterlagen mailen oder schicken. Warum? Neben Ihrer fachlichen und überfachlichen Qualifikationen zählen im Bewerbungsprozess unter anderem auch zwei ganz wesentliche Faktoren: die persönliche Beziehung und Ihre Motivation. So können Sie sich beispielsweise vorab durch ein Telefonat mit Ihrem eventuellen zukünftigen Vorgesetzten von vielen anderen Mit-Bewerbern abheben und zeigen, dass Ihnen die Bewerbung wirklich wichtig ist. Manchmal sind die Ansprechpartner in der Anzeige genannt (bei Empfehlung über Kontakte haben Sie meistens sowieso einen Namen) oder Sie gehen über die Telefonzentrale bzw. suchen im Internet. Eine Anmerkung: Vor allem in großen Firmen, die alle Bewerbungen über Datenbank-Portale abwickeln, ist dies manchmal nicht leicht. Selbst wenn Sie einen Ansprechpartner herausfinden, kann es passieren, dass Sie sofort wieder an das unternehmenseigene Bewerberportal verwiesen werden.

Wenn Sie einen geeigneten Ansprechpartner an das Telefon bekommen, ist es aus meiner Sicht wichtig, einen für Sie stimmigen „Aufhänger“ für das Gespräch zu haben. Sie wollen zum Beispiel das Anschreiben personalisieren und hätten dazu gerne den Namen des zukünftigen Vorgesetzten. Zusätzlich haben Sie auch noch inhaltliche Fragen, die Sie am besten in Form eines kleinen Fragenkatalogs gut vorbereiten sollten. Menschen merken relativ schnell, ob Sie ungern anrufen und sich künstlich ein paar Fragen „abringen“, nur um vorab Kontakt zu machen.  Auch hier gibt es aus meiner Sicht kein „das muss immer so sein“. Wenn Sie in einem Gespräch Ihre Motivation authentisch rüberbringen, speichert Sie Ihr Gegenüber schon mal positiv in seinem Gedächtnis ab. Wenn Sie aber im Gespräch unsicher sind und das Medium Telefon nicht mögen (evtl. auch trotz eines Telefontrainings), vertrauen Sie lieber Ihren Fähigkeiten, anders zum Ziel zu kommen.

Tipp 7: Behalten Sie den Überblick

Dokumentieren Sie Ihre Bewerbungsaktivitäten gut. Denn sonst passiert es schnell, dass Sie nicht mehr genau wissen, bei wem Sie zu welchem Zeitpunkt wieder nachfassen wollten oder wohin Sie noch etwas schicken wollten. Gut eignet sich dafür eine selbst gemachte Excel-Tabelle, in die Sie die wichtigsten Informationen eintragen (z.B. Position, Unternehmen, Ansprechpartner, ausgeschrieben in/am oder über welchen Kontakt erfahren, wann kontaktiert, Anmerkungen, Ergebnis, Datum Wiedervorlage, Nachfassschreiben ja/nein/Datum, Dankesbrief ja/nein/Datum und so weiter). Sie können sich natürlich auch einen Ordner mit handschriftlichen Notizen anlegen. Hauptsache Ihnen hilft es, den Überblick zu behalten. Schauen Sie, was individuell am besten zu Ihnen passt.

Tipp 8: Informieren Sie sich gut 

Gut informiert ist halb gewonnen. Dieser Leitsatz gilt auch auf dem Weg zur nächsten Stelle. Versuchen Sie, so viel wie möglich über das Unternehmen, bei dem Sie sich bewerben wollen, herauszufinden. Zum einen erleichtert dies Ihre Entscheidung, ob sich eine Bewerbung lohnt. Und zum anderen sind Sie gut gerüstet für anstehende Gespräche im Unternehmen. Eine mit am häufigsten gestellte Frage ist nämlich: „Warum bewerben Sie sich bei uns und was wissen Sie über unser Unternehmen?“ Mit gezielten Antworten können Sie hier punkten. Darüber hinaus gibt es einen weiteren Vorteil für Sie: Sie wissen, wo Sie bei Ihren Gesprächspartnern nachhaken wollen. Klicken Sie sich durch die Webseite des Unternehmens, aber setzen Sie nicht nur auf die (manchmal „PR-geschönte“ Darstellung), sondern nutzen Sie weitere Quellen. So zum Beispiel Hinweise im Internet, Arbeitgeberbewertungsportale, Fach- und Unternehmensverbände und am besten eigene Bekannte.

Tipp 9: Bereiten Sie sich gut auf das Vorstellungsgespräch vor

Kein Vorstellungsgespräch gleicht dem anderen. Von meinen Klienten höre ich natürlich viel. Und so berichten manche, dass sie fast nur Fachliches gefragt wurden, bei anderen hingegen ging es nur um die „weichen“ Themen wie Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen oder Verhandlungsgeschick. Rechnen Sie mit allem. Bereiten Sie sich breit vor, dann werden Sie (möglichst wenig) überrascht. Manche Bewerbungsprozesse beinhalten mehrere „Runden“ und dann werden, abhängig vom Gesprächspartner,  unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Es gibt zwar einige „Klassiker-Fragen“, die etwas häufiger als andere gestellt  werden. Über eine davon, nämlich „Warum bewerben Sie sich bei uns und was wissen Sie von unserem Unternehmen?“ habe ich bereits im vorhergehenden Absatz geschrieben. Sehr gerne werden Bewerber zu Beginn des Gesprächs gebeten, ihren bisherigen beruflichen Werdegang zusammenzufassen. Statt hier chronologisch die einzelnen Stationen bzw. Aufgabenfelder Ihres Lebenslaufs nachzuerzählen, können Sie die wichtigsten Punkte (was Sie für die Stelle auszeichnet) unter Überpunkten zusammenfassen  und mit Emotionen „würzen“ („ich war stolz, dass ich damals…“, „Vor allem….hat mir riesigen Spaß gemacht“ etc.). Zeigen Sie, wo Sie mit Leidenschaft dabei waren.  Üben Sie vorab, damit Sie im Gespräch die wichtigsten Fakten und Umschreibungen „parat“ haben.

Schauen Sie vor allem auch auf die Anforderungskriterien der Stelle und überlegen sich Beispiele aus Ihrem Arbeitsalltag, wo sie diese schon einmal unter „Beweis gestellt“ haben. Holen Sie sich diese Situationen richtig konkret wieder in Erinnerung, denn geschulte Interviewer werden hier genau nachfragen. Wie war die Situation? Wer war beteiligt? Wie haben Sie sich verhalten? Wie war das Ergebnis? Was haben Sie daraus gelernt?

Tipp 10: Lassen Sie sich nicht entmutigen

Die Suche nach einer stimmigen und passenden Position ist häufig mit viel Arbeit und nicht selten mit Frust, Ärger und Enttäuschung verbunden. Sie kann manchmal das Ausmaß eines Halbtags- oder Ganztags-Jobs annehmen.  In unserer erfolgsorientierten Gesellschaft spricht man darüber hinaus ungern von Absagen und so haben manche Menschen schnell das Gefühl, nicht gewollt zu sein oder irgendetwas falsch zu machen. Und vieles, was ich von Klienten über so manche Bewerbungserlebnisse höre, tut ihres noch dazu. Keine Rückmeldungen auf Bewerbungen, Nachfragen werden abgeblockt und vieles mehr. Deshalb eine meiner Hauptempfehlungen zum Schluss: Lassen Sie sich nicht entmutigen. Wenn Sie nicht zum Ziel kommen, überlegen Sie sich die möglichen Gründe und nehmen Sie Anpassungen vor. Aber glauben Sie immer fest an sich.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute auf Ihrem Weg!

1 Kommentar

  1. […] Der Weg muss nicht „perfekt“ sein. So manches ergibt sich Schritt für Schritt. […]

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.